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Juni literarischer GartenkalenderMonatsthema: Rosen15. Frieda Port (15.06.1854- 14.10.1926) geboren am 15.6.War nicht auf einmal mein GemachGanz von dem Dufte deiner Rosen voll Und auch zugleich von unserm Glück? Führt Rosenduft mir diesen Tag zurück, Wenn deiner Liebe Schmuck ich missen soll, Wie scharfe Dornen würden wach Viel lieber bin ich jetzt schon sorgenvoll Und sinn' im Voraus jenen Schmerzen nach, Gefaßt auf fernher drohendes Geschick! 16. Giovanni Boccaccio (1313-1375) geboren am 16.6.Danach ließen sie sich einen rings von hoher Mauer umgebenen Park zu Seiten des Palastes öffnen und traten ein. Gleich auf den ersten Blick bot sich dieser in so auserlesener Schönheit ihren Blicken dar, daß sie begannen, seine einzelnen Partien genau zu betrachten. Die Seiten der Wege waren von weißen und roten Rosenstöcken und Jasmin fast geschlossen, und man konnte nicht nur am Vormittag, sondern auch, wenn die Sonne hoch am Himmel stand, in dem duftenden, angenehmen Schatten lustwandeln, ohne von ihren Strahlen getroffen zu werden.(aus: Das Dekameron) 17. Sebastian Anton Kneipp (1821-1897) gestorben am 17.6.Der allgütige Schöpfer hat die Pflanzen und Kräuternicht nur zur Zierde für die Erde und als Futter für die Tiere und Vögel erschaffen, sondern auch zum Heile der Menschheit. 18. Martin Greif (eigentl. Friedrich Hermann Frey, 1839-1911) geboren am 18.6.Vor der ErnteNun störet die Ähren im Felde Ein leiser Hauch. Wenn eine sich beugt, so bebet Die andre auch. Es ist als ahnten sie alle Der Sichel Schnitt - Die Blumen und fremden Halme Erzittern mit. In der bayerischen Pfalz geboren trat der deutsche Dichter und Dramatiker nach dem Abitur in das bayrische Militär ein, wurde 1859 Offizier, nahm aber 1867 seinen Abschied und ließ sich als freier Schriftsteller in München nieder. Dann reiste er nach England, in die Niederlande, nach Spanien, Dänemark, Italien. 1868 erschienen seine Gedichte unter dem Pseudonym Martin Greif, das er seit 1882 auch als bürgerlichen Namen führen durfte. 1869 zog er nach Wien, wo viele seiner Stücke mit Erfolg am Burgtheater aufgeführt wurden. Zahlreiche seiner Gedichte wurden vertont. "Agnes Bernauer" wird sein erfolgreichstes Theaterstück, trotz des bereits 1852 uraufgeführten titelgleichen Stücks von Friedrich Hebbel (siehe Rose 'Agnes Bernauer'). Paul McCartney (1942) geboren am 18.6.Musik ist ein Vehikel für Traurigkeit - aber auch für Freude.Und wenn es gelingt, beide Extreme zusammenzubringen, entsteht Magie. Der Ex-Beatle und Tierschützer Paul McCartney, mit John Lennon der musikalische Kopf der Beatles, erhielt unzählige Musikauszeichnungen, Platin- und Goldene Platten aus aller Welt. Der wohl wichtigste Tag der noch jungen Bandgeschichte ist der 6. Juli 1957, als McCartney mit der Gruppe "Quarrymen" bei einem Gartenfest (!) der Pfarrgemeinde von Liverpool-Woolton auftrat. Unter dem neuen Namen "The Beatles" begann die Band ein dreimonatiges Engagement im Indra Club, Hamburg. Innerhalb von nur drei Jahren wurden die Beatles mit ihrer Mischung aus Rock n Roll und Rhythm and Blues die erfolgreichste und populärste Band der Welt. Mehr über ihn und weitere "Beatles_Rosen" siehe The McCartney Rose 19. Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803)Das RosenbandIm Frühlingsschatten fand ich sie; Da band ich sie mit Rosenbändern; Sie fühlt' es nicht, und schlummerte. Ich sah sie an; mein Leben hing Mit diesem Blick an ihrem Leben: Ich fühlt' es wohl und wusst' es nicht. Doch lispelt' ich ihr sprachlos zu, Und rauschte mit den Rosenbändern: Da wachte sie vom Schlummer auf. Sie sah mich an; ihr Leben hing Mit diesem Blick an meinem Leben, Und um uns ward's Elysium. Weitere Klopstock-Gedichte 20. Heilige Margareta - Margaretentag am 20.7.Der dicke Bürger greift in seine Weste:"Da nimm! mein Kind!" Er gibt den Sechser mit gerührter Geste die Träne rinnt! Das Auge tropft. Der dicke Bauch schlägt Wellen. Er schenkte was!! In solchen Patriotenrummelfällen da tut er das! (aus: Kurt Tucholsky (1890-1935) Blumentag, Vorwärts vom 17.06.1911). Im Mittelalter war dieser Tag der Heiligen Margareta für die Bauern einer der wichtigste Lostage des Jahres. Der Margaretentag (auch Blumentag oder Kornblumen, Anemonen- und Heckenrosentag), den Tucholsky oben spöttisch bedichtet) wurden von Vereinigungen organisiert, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, die Kinderkrankenpflege in den örtlichen Krankenhäusern zu verbessern. Die Margerite wurde dabei gewählt, weil sie symbolisch als "weiße Blume der Barmherzigkeit" galt. Mehr zum Margaretentag. Georg Busse-Palma (1876-1915) geboren am 20.6.RosenLottchen, mein herziger Junge, mein liebes Leipziger Häschen, Kämen die Rosen jetzt all', die es auf Erden nur gibt, Und sie legten sich alle mir duftig zu Füßen und bäten, Daß ich die nenne, die mich vor allen andern erfreut, Weißt du, was ich dann spräch'? Ich spräch': Ihr Knospen und Blüten, Fürstlich seid ihr und schön, aber die fürstlichste selbst Könnte mich nicht so erfreun als wie die kleine bescheidne, Die mir erst heutigen Tags Lottchen, mein Lottchen, versagt! Sieh, so spräch' ich, mein Kind, nun komm und küß mich noch einmal! Hab' ich die Rosen auch gern, lieblicher ist mir dein Kuß. Hab' ich die Rosen auch gerne, bitt' ich dich dennoch: versag mir Täglich ein Röschen und zahl's ebenso lieblich wie heut! (Auszug aus der Sammlung Lottchen) 21. Sommeranfang, Sommer-SonnenwendeSommer: für etliche TageBegleiter der Rosen zu sein; was um erblühende Seelen weht, das atmen wir ein. Sehen in jeder, die stirbt, eine Vertraute, entschwundene Schwester, die wir unter anderen Rosen überdauern. (Rainer Maria Rilke, 1875-1926) Weitere Sommergedichte Sommerliche Bauernregeln / "Sommerrosen" 22. Wilhelm Humboldt (1767-1835) geboren am 22.6.Die Natur gefällt,reißt an sich, begeistert, nur, weil sie Natur ist. 23. Julius Curtius (1802-1849) geboren am 23.6.Blühte mir ein schöner GartenBlühte mir ein schöner Garten Voll der Allerschönsten Blumen; Malven, die den Himmel suchen, Veilchen, Rittersporn und Flieder, Nelken, Lilien und Resede. Doch die schönsten Blumen alle Mochten mir nicht so gefallen, Als ein wildes Rosenstöckchen Am gegitterten Geländer. In der Blätter dunklem Grüne Leuchteten die rothen Blumen Freundlich, wie die Morgenröthe; Und sie dufteten so lieblich, Früh am Morgen, spät am Abend, Daß ich manche liebe Stunde An dem Rosenstöckchen wohnte. Das ganze Gedicht lesen 24. Fritz Löhner - Beda (24.6.1883 - 4.12.1942) geboren am 24.6.Ich hab' mein Herz in Heidelberg verloren,In einer lauen Sommernacht. Ich war verliebt bis über beide Ohren Und wie ein Röslein hat ihr Mund gelacht. Und als wir Abschied nahmen vor den Toren Beim letzten Kuß, da hab ich's klar erkannt: Daß ich mein Herz in Heidelberg verloren. Mein Herz, es schlägt am Neckarstrand. 'Gruß an Heidelberg'- ADR-Rose 25. Heinrich Seidel (1842-1906) geboren am 25.6.Weisse RoseWeisse Rose, weisse Rose - Träumerisch Neigst du das Haupt. Weisse Rose, weisse Rose - Balde Bist du entlaubt. 26. Franz Alfred Muth (1839 -1890) geboren am 26.6. Die Liebe ist wie RosenDie Liebe ist wie Rosen, So duftig für und für; Die Liebe ist wie Rosen: Aus Dornen lacht sie dir. So voll von Schmerz und Thränen, Und doch so süß und rot, Und doch so voller Sehnen, Und stärker als der Tod. 27. Friedrich Silcher (1789-1860) geboren am 27.6.Ännchen von TharauÄnnchen von Tharau ist's die mir gefällt, Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld. Ännchen von Tharau hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet, in Lieb und in Schmerz Ännchen von Tharau, mein Reichtum, mein Gut, Du meine Seele, mein Fleisch und mein Blut. Käm' alles Wetter gleich auf uns zu schlah'n Wir sind gesinnt, beieinander zu stah'n. Krankheit, Verfolgung, Betrübnis und Pein Soll unsrer Liebe Verknotigung sein. Philipp Friedrich Silcher war ein deutscher Komponist, der heute hauptsächlich durch seine Lieder bekannt ist (unter denen etliche volkstümlich geworden sind wie Die drei Röselein und "Ännchen von Tharau". Letzteres von Simon Dach (1605-1659), das Johann Gottfried Herder (1744-1803) ins Hochdeutsche übertrug, unterlegte Silcher mit einer neuen Melodie. Rose Ännchen von Tharau 28. Hafis (1320-1390)Schön sind die Rosen fürwahrNichts schöner ist. Schön! wenn dir bei der Hand Der Becher ist. Auf und trinke den Wein Im Rosenbeet, Weil die Dauer der Ros' So flüchtig ist. Jetzt sind die Tage der Lust, Genieß, genieß! Weil in Muscheln nicht stets Die Perle ist. Welche ein seltner Pfad! Der Liebe Pfad, Wo der Führende selbst Verirret ist. Willst Du leben mit uns, Wasch aus dein Buch, Weil, was Liebe dich lehrt, Im Buch nicht ist. 29. Victor Auburtin (1870-1928) gestorben am 29.6.Es gibt Rosenzüchter,die sich mehr mit den Blattläusen beschäftigen als mit den Rosen. (Aus: Die Geheimnisse der Dichter) 30. Paul Scherbart (1863-1915)Ja, unter Deinen weißen RosenWill ich heut Abend mit Dir kosen. Horch auf meinen knatternden Peitschenknall! Oh! Der donnert grausig durchs Weltenall! Wirst ihn schon hören! Ich will um Deine Liebe werben Mit ganz besondrem Wüstenwitz. Sieh! Die mich lieben, müssen sterben - Und wen ich küsse, trifft der Blitz! |