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Mai - Literarischer Gartenkalender 2019 Stundenbuch des Herzogs von Berry Mai

15.-31.5. - Zurück zur ersten Monatshälfte

Monatsthema: Maigedichte Maikäfer

Bücherliste des Monats: Tiere im Garten


15.

MaikäferHeinrich von Kleist (1777-1811)

Ich wünsche Dir soviel Freuden,
als Schlüsselblumen in dem großen Garten blühen.
Bist du damit zufrieden?
Und auch einen schönen Maitag,
um sie zu pflücken.


16.

Friedrich Rückert (1788-1866) - geboren am 16.5.

Die glückliche Gärtnerhand
Welch ein Gärtner auf Erden kann sich rühmen
Solcher glücklichen Hand wie ich! Ein schönes
Bäumchen streichelt ich, um den jungen Wildling
Mir zu schmeidigen, täglich mit den Händen.
Unterm Streicheln, o Wunder, sind am glatten,
Schlanken, hölzernen Stämmchen unversehens
Mir zwei Äpfelchen in die Hand gewachsen.

weitere Friedrich Rückert Gedichte und Zitate

17.

MaikäferOtto Julius Bierbaum (1865-1910)

Im Mai sind
alle Blätter grün,
im Mai sind
alle Kater kühn.
Drum wer ein Herz hat,
faßt sich eins,
und wer sich keins faßt,
hat auch keins.


18.

Ernst Wiechert (1887-1950) geboren am 18.5.

Dann pflegte ich in den Wald zu gehen
als in die alte Heimat meiner Seele
und dort über dem Moor zu sitzen, lange Zeit,
meine Hände in das Gras zu stützen
und hinauszublicken über
das grüne Schweigen bis zu dem weiten Horizont
.

19.

MaikäferTheodor Fontane (1819-1898)


Maisonntag
Du grüner Wald, du Blütental
Du ganze große Maienwonne,
sei mir gegrüßt viel tausendmal.

Wie regungslos ob deiner Schöne
Hemmt seinen Lauf der Morgenwind,
Und Vogelsang und Glockentöne
Nur in der Luft lebendig sind.

es steigt der Rauch vom Hüttenherde
Wie Abels Opfer himmelwärts,
Doch höher hebt sich von der Erde
Mein lied - und dankerfülltes Herz.


20.

Honoré de Balzac (1799-1850) geboren am 20.5. - 220. Geburtstag 2019

Bedenk, dass das demütigste aller Gänseblümchen verführerischer ist,
als die stolzeste und glänzendste Dornrose,
die uns im Frühling mit ihren durchdringenden Düften und ihren lebhaften Farben verlockt.

Weitere Zitate von Balzac

Der französische Schriftsteller Honoré de Balzac schrieb u. a. 91 Bände des auf 137 Romane und Erzählungen angelegten Werkes "Die Menschliche Komödie", das in seinem einzigen erhalten gebliebenem Wohnsitz, heute Museum Garten des Balzac-Museums), entstand. In seinem 1835 erschienenen Roman "Le lys dans la vallée" (Die Lilie im Tal) setzte Balzac das Motiv der Sprache der Blumen besonders wirkungsvoll um. Erzählt wird die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Félix de Vandenesse und der verheirateten, tugendhaften Madame de Mortsauf, welche für ihn die "Lilie" ist. In der Zeitschrift PM Biographie 4/2012 las ich auf Seite 70, daß sich Balzac an der Züchtung "blauer" Rosen versucht haben soll...
Mehr bei der ihm gewidmeten Rose Honoré de Balzac.

21.

Wolfgang Borchert (1921-1947) geboren am 21.5.

Als sich nach hundert Jahren ein Regenwurm durch ihre beiden Gräber fraß,
merkte er gar nicht, dass hier zwei verschiedene Menschen begraben waren.
Es war dieselbe Erde. Alles dieselbe Erde.
“
(aus: Über Menschen)

22.

Christian Friedrich Hebbel (1813-1863)

Ein Maitag
ist ein
kategorischer Imperativ
der Freude.


23.

Carl von Linné (Carl Linnaeus, Carolus Linnaeus, 1707-1778) geboren am 23.5.

In den kleinsten Dingen
zeigt die Natur
die allergrößten Wunder.


24.

MaikäferEduard Mörike (1804-1875)

Auf ein Ei geschrieben
Ostern ist zwar schon vorbei,
Also dies kein Osterei;
Doch wer sagt, es sei kein Segen,
Wenn im Mai die Hasen legen?

Aus der Pfanne, aus dem Schmalz
Schmeckt ein Eilein jedenfalls,
Und kurzum, mich tät's gaudieren,
Dir dies Ei zu präsentieren,
Und zugleich tät es mich kitzeln.
Dir ein Rätsel drauf zu kritzeln.

Die Sophisten und die Pfaffen
Stritten sich mit viel Geschrei:
Was hat Gott zuerst erschaffen,
Wohl die Henne? wohl das Ei?

Wäre das so schwer zu losen?
Erstlich ward ein Ei erdacht:
Doch weil noch kein Huhn gewesen,
Schatz, so hat's der Has gebracht.


25.

Ralph Waldo Emerson (1803-1882) geboren am 25.5.

Wie geschickt
verdeckt die Erde
jede Falte
ihres unvorstellbar hohen Alters
unter Rosen.

Weitere Emerson-Zitate

26.

Mary Wortley Montagu (1689-1762) geboren am 26.5. - 330. Geburtstag 2019

Diese Gärten [Haremsgärten], die mit hohen Mauern umschlossen sind, haben nichts von Parterren, sondern sind mit hohen Bäumen bepflanzt, die einen anmuthigen Schatten und einen reizenden Anblick geben. In der Mitte des Gartens ist der Chiosk, ein großes Zimmer, das gemeiniglich mit einem schönen Brunnen in der Mitte pranget. Er ist die Scene ihrer Ergötzungen, und die Damen bringen da die meisten ihrer Stunden mit Musik und Stickwerk zu.
(Quelle: Alfred Passecker / Paul G. Gruber Allesamt ein irdisch Paradies oder Garten-Brevier)

Die durch ihre Briefe und Gedichte berühmt gewordene englische Schriftstellerin reiste Anfang des 18 Jahrhunderts in den - damals "in Mode" kommenden - Orient und erhielt als Frau Zutritt in die orientalischen Harems. Sie berichtete über Reise - und vor allem - über die Kommunikation per Blüten im Orient in ihren "Briefen aus dem Orient" (Letters written during their travels London 1763). Es heißt, daß diese Veröffentlichung dann die neue Mode der Kommunikation mit Blumen (damals noch nicht "Blumensprache" genannt) auslöste. Mehr zur Blumensprache

27.

Moritz August von Thümmel (1738-1817) geboren am 27.5.

Von der Rose, dem Symbole jungfräulicher Schönheit, mit besonderer Beziehung auf ihren schönen Busen:
Errötende! Der ganze Frühling neiget
Das Haupt vor seiner Königin,
Die stolze Blumengöttin zeiget
Auf ihren Liebling hin.

Beneidenswert, wem du in voller Blüte
Den schönen Busen ganz enthüllst,
Ihm ganz mit Wohlgeruch und Güte
Die trunk´ne Seele füllst.

Den edelsten der Menschen zu entzücken,
Soll dieser Busen offen stehn,
Soll ihn des Himmels Tau erquicken.
Und Zephyr ihn umwehn.


28.

MaikäferHermann Löns (1866-1914)

Liebeszauber
Und willst und willst du micht nicht lieben,
O Maienzeit, o Süßigkeit,
Das soll und soll mich nicht betrüben,
O Maienzeit, o Bitterkeit,
Ich weiß das edle Kräutlein blühn,
Habmichlieb, das Kräutlein grün,
Kräutlein grün, Blümlein rot,
Hilft bei Liebesnot.

Das ganze Gedicht lesen

29.

MaikäferLudwig Christian Hölty (1748-1776)

Die Luft ist blau,
das Tal ist grün.
Die kleinen Maienglöckchen blühn.
Und Schlüsselblumen drunter,
Der Wiesengrund
ist schon so bunt
Und malt sich täglich bunter.

Drum komme, wem der Mai gefällt,
Und freue sich der schönen Welt
Und Gottes Vatergüte,
Die diese Pracht
Hervorgebracht,
Den Baum und seine Blüte.

(vertont von Franz Schubert)

30.

Robert Prutz (1816- 1872) geboren am 30.5.

Einsame Rose
Du bist die einsam blühende Rose
In des Thales schattigem Grund;
Dich grüßt der Himmel, der wolkenlose,
Dir winkt der Sterne nächtiges Rund.

Ich lausche von nahem, ich lausche von ferne,
Du duftest und prangest in funkelndem Thau;
Ich segne den Himmel, ich segne die Sterne,
Ich segne dich selbst, o du liebliche Frau!


31.

MaikäferRainer Maria Rilke

Maitag
Still! -Ich hör, wie an Geländen
leicht der Wind vorüberhüpft,
wie die Sonne Strahlenenden
an Syringendolden knüpft.

Stille rings. Nur ein geblähter
Frosch hält eine Mückenjagd,
und ein Käfer schwimmt im Äther,
ein lebendiger Smaragd.

Im Geäst spinnt Silberrhomben
Mutter Spinne Zoll um Zoll,
und von Blütenhekatomben
hat die Welt die Hände voll.



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