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Oktober - Literarischer Gartenkalender 2019 Stundenbuch des Herzogs von Berry Oktober

1.- 15.10. - zurück zur ersten Monatshälfte

Monatsthema: Bäume und Sträucher Monatsthema Bäume und Sträucher

Bücherliste des Monats: Weinbücher


15.

Monatsthema Bäume und Sträucher Redensarten um den Baum

Fälle nicht den Baum, der dir Schatten spendet.
Wer den Baum gepflanzt hat, genießt selten seine Frucht
Auch ein kleiner Baum ziert einen grossen Garten
Den Ast absägen, auf dem man sitzt
Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht
Weitere Redensarten um den Baum

16.

Oscar Wilde (1854-1900) geboren am 16.10. - 165. Geburtstag 2019

Es ist besser,
sich über eine Rose zu freuen,
als ihre Wurzel
unter das Mikroskop zu legen.

(Aus: Die Wahrheit der Masken)

Oscar Fingal O’Flahertie Wills Wilde ist der volle Name des irischen Schriftstellers, der als Lyriker, Romanautor, Dramatiker und Kritiker zu einem der bekanntesten und – im prüden viktorianischen Großbritannien – auch umstrittensten Schriftsteller seiner Zeit war, als Skandalautor und Dandy verschrien. 1884 heiratete er Constance Lloyd, mit der er zwei Söhne hatte. In den Jahren 1887 bis 1889 veröffentlichte er die Märchensammlung "Der glückliche Prinz und andere Märchen" (darin das Märchen von der Nachtigall und der Rose) und seinen einzigen Roman "Das Bildnis des Dorian Gray". Die Aufführung seines Bühnenstücks "Salomé" wurde 1892 in London verboten und fand keinen Verleger in England, wurde 1894 mit der berühmten Schauspielerin Sarah Bernhardt in Paris uraufgeführt; Richard Strauss vertonte die deutsche Übersetzung zu seiner 1905 in Dresden uraufgeführten Oper "Salome". Als Homosexueller verurteilt verbrachte Wilde zwei im Zuchthaus, floh 1897 gesundheitlich stark angeschlagen aus der Haft entlassen unter falschem Namen (Sebastian Melmoth) nach Paris, wo er verarmt starb. Er hatte nie wieder britischen Boden betreten. Sein Grab auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise war lange Zeit lt. Wikipedia mit tausenden Lippenstift-Küssen von Verehrerinnen und Verehrern verziert. Zum 111. Todestag wurde das Grab renoviert und mit einer Glasplatte geschützt, ein absolutes Kussverbot wurde verhängt.

17.

Monatsthema Bäume und SträucherEmanuel Geibel 1815-1884) geboren am 17.10.

Herbst
Ich sah den Wald sich färben,
Die Luft war grau und stumm;
Mir war betrübt zum Sterben,
Und wußt' es kaum, warum.

Durchs Feld vom Herbstgestäude
Hertrieb das dürre Laub;
Da dacht' ich: deine Freude
Ward so des Windes Raub.

Das ganze Gedicht lesen
Weitere Geibel-Gedichte

18.

Monatsthema Bäume und SträucherHeinrich Heine (1797-1856)

Sieh das Lindenblatt,
du wirst es wie ein Herz gestaltet finden,
drum sitzen die Verliebten
auch am liebsten unter Linden.


19.

Monatsthema Bäume und Sträucher Novalis (eigentl. Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772-1801)

Die Erlen
Wo hier aus den felsichten Grüften
Das silberne Bächelchen rinnt,
Umflattert von scherzenden Lüften
Des Maies die Reize gewinnt,

Um welche mein Mädchen es liebt
Das Mädchen so rosicht und froh
Und oft mir ihr Herzchen hier gibt,
Wenn städtisches Wimmeln sie floh;

Da wachsen auch Erlen, sie schatten
Uns beide in seliger Ruh,
Wenn wir von der Hitze ermatten
Und sehen uns Fröhlichen zu.

(Das ganze Gedicht lesen)

20.

Charles Dudley Warner (1829-1900) gestorben am 20.10.

Wohl nichts anderes auf der Welt hat eine so beruhigende Wirkung
und macht so zufrieden wie das Gärtnern:
jene körperliche Betätigung,
die den Geist beruhigt
und den Deltamuskel stählt....

Aus seinem Buch Mein Sommer in einem Garten: Erfahrungen eines Hobbygärtners.

21.

Monatsthema Bäume und SträucherKhalil Gibran (1883-1931)


Bäume sind Gedichte,
die die Erde
in den Himmel schreibt!


22.

Johann Karl August Musäus (1735-1787) gestorben am 22.10.

Ihre Verwunderung ging über alles, da sie den Ort ganz verändert fand ...
Maßlieben, Zeitlosen und das romantische Blümlein Vergißmeinnicht blühten an dessen Rande, Rosenhecken, mit wildem Jasmin und Silberblüten vermengt, zogen sich in einiger Entfernung umher und bildeten das angenehmste Luststück.

(Musäus, aus: Legenden vom Rübezahl)
Die berühmte Sage vom Riesen Rübezahl, dem Berggeist des Riesengebirges wurde erzählt von Johann Karl August Musäus, dem deutschen Philologe, Schriftsteller und Literaturkritiker der Aufklärung, der vor allem als Märchensammler und als sowohl satirischer als auch volkstümlicher Erzähler bekannt wurde. Der deutsche Komponist Carl Maria von Weber (1786-1826) vertonte 1804 die Sage zu einer Oper in zwei Aufzügen, von der nur die später umgearbeitete Ouvertüre "Beherrscher der Geister" erhalten ist.

Johanne Juliane Schubert (1776-1864)

Als ich am 22sten October ein Veilchen geschenkt bekam
Frühlingsblümchen, Bote schöner Tage,
Allerliebstes, holdes Veilchen! sage
Deiner Freundin doch, wo kommst du her,
Jetzt im Herbst bei rauher Stürme Sausen?

Das ganze Gedicht lesen

23.

Monatsthema Bäume und SträucherAdalbert Stifter (1805-1868) geboren am 23.10.

Wo wäre eine Linde in deutschen Landen - und gewiss ist es in anderen auch so - unter der nicht eine Bank stünde oder neben der sich nicht eine Kapelle befände. Die Schönheit ihres Baues, das Überdach ihres Schattens und das gesellige Summen in ihren Zweigen laden dazu ein.
Weitere Stifter Zitate und -gedichte

24.

Monatsthema Bäume und Sträucher August Graf von Platen (1796-1835) geboren am 24.10.

Zwischen Fichtenbäumen in der Öde
Find ich, teure Blüte, dich so spät?
Rauhe Lüfte hauchen schnöde,
Da sich eilig schon der Winter naht.

(Das ganze Gedicht lesen)
Weitere Platen-Gedichte

Tag der Bibliotheken am 24.10.

Wenn Du ein Gärtchen hast
und eine Bibliothek,
so wird Dir nichts fehlen.

(Marcus Tullius Cicero)

25.

Monatsthema Bäume und Sträucher Fjodor Iwanowitsch Tjuttschew(1803-1873)

Herbstabend
Herbstabende voll weicher Helligkeit
Mit ihrem rührend rätselhaften Zauber...
Ein böser Glanz, der Bäume buntes Kleid,
Purpurner Blätter matt und leicht Geplauder;
Die Bläue ist so neblig, still und kühl,
Worunter die verwaiste Erde trauert,

Und - wie der nahen Stürme Vorgefühl
Bisweil ein Windstoß jäh, der uns durchschauert;
Erschöpfung, Niedergang, doch überall
Das Lächeln sanft des Welkens und des Scheidens,
Das wir in des Verstandes Widerhall
Erkannt als die erhabne Scham des Leidens.


26.

Arno Holz (1863-1929) gestorben am 26.10. - 90. Todestag 2019

Hinter blühenden Apfelbaumzweigen
steigt der Mond auf.

Zarte Ranken,
blasse Schatten
zackt sein Schimmer in den Kies.

Lautlos fliegt ein Falter.

Ich strecke mich selig ins silberne Gras
und liege da
das Herz im Himmel!

Weitere Gedichte von Arno Holz

Einer der bedeutendsten Vertreter des deutschen Naturalismus war der Dichter und Dramatiker Arno Hermann Oscar Alfred Holz, Sohn eines Apothekers aus Ostpreußen. Zunächst in Berlin als Journalist tätig, entschied er sich aber für eine Existenz als freier Schriftsteller. 1902 gründete er zusammen mit Richard Dehmel (1863-1920) das "Kartell lyrischer Autoren", die erste Selbstorganisation von Schriftstellern. Er war Mitglied der Preußischen Akademie der Künste zu Berlin und als Kandidat für den Literatur-Nobelpreis stand er 1929 zum fünften Mal hintereinander auf der Kandidatenliste; durch seinen Tod im selben Jahr kam es nicht zu einer Entscheidung über eine Preisverleihung an ihn. Sein Gedichtzyklus "Phantasus" gilt als das lyrische Hauptwerk. Der berühmte Maler Max Liebermann (1847-1935) fertigte eine Lithographie von ihm an. Buchtipp: Schönes, grünes, weiches Gras von Arno Holz Fibre 2002

27.

Monatsthema Bäume und SträucherConrad Ferdinand Meyer (1825-1898)

Der verwundete Baum
Sie haben mit dem Beile dich zerschnitten,
Die Frevler - hast du viel dabei gelitten?
Ich selber habe sorglich dich verbunden
Und traue: Junger Baum, du wirst gesunden!
Auch ich erlitt zu schier derselben Stunde
Von schärferm Messer eine tiefre Wunde.
Zu untersuchen komm ich deine täglich,
Und meine fühl ich brennen unerträglich.
Du saugest gierig ein die Kraft der Erde,
Mir ist, als ob auch ich durchrieselt werde!
Der frische Saft quillt aus zerschnittner Rinde
Heilsam. Mir ist, als ob auch ichs empfinde!
Indem ich deine sich erfrischen fühle,
Ist mir, als ob sich meine Wunde kühle!
Natur beginnt zu wirken und zu weben,
Ich traue: Beiden geht es nicht ans Leben!
Wie viele, so verwundet, welkten, starben!
Wir beide prahlen noch mit unsern Narben!


28.

Gustav Sack (28.10.1885 - 5.12.1916) - geboren am 28.10.

Im Englischen Garten
Als ich aus meiner Stammtaberne
mich gestern fortgemacht,
hing in die spöttisch stille Gartennacht
der Mond herab gleich einer leuchtenden Papierlaterne.

Mit einem Sichelschwert, krumm wie die Hülse der Luzerne,
hat ungehört die Nacht
unter dem Rasen einen Schnitt gemacht
und läßt die Erde stürzen in die sammetschwarze Ferne;

und singend hält sie in den weichen Händen
dies Rund von wulstigen Schattenwänden,
in dem ich wie von einer tönereichen Schale

getragen viele tausend tausend Male
an Leonor gedacht,
in dieser braunen spöttisch stillen Gartennacht.


29.

30.

Monatsthema Bäume und SträucherTatanga Mani, Häuptling der Indianer

Weißt du, daß die Bäume reden?
Ja, sie reden.
Sie sprechen miteinander,
und sie sprechen zu dir,
wenn du zuhörst.
Aber die weißen Menschen
hören nicht zu.
Sie haben es nie der Mühe wert gefunden,
uns Indianer anzuhören,
und ich fürchte,
sie werden auf die anderen Stimmen
in der Natur nicht hören.
Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren:
manchmal etwas über das Wetter,
manchmal über Tiere,
manchmal über den Großen Geist.


31.

Sophie Friederike Mereau-Brentano (geb. Schubart, 1770-1806) gestorben am 31.10.

Eine Frau in der Wirtschaft ist
wie der Zaun um einen Garten.
Ist der Zaun tüchtig, so bleibt alles ordentlich...
Nehmt den Zaun weg,
und alles wird niedergetreten.

Weitere Mereau-Brentano-Gedichte und Zitate


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Aktualisiert am 13.03.2019